Warum Nebenklage?

 

Als Nebenkläger verlassen Sie die „Opferrolle“, indem Sie weitreichende Verfahrensrechte bei Vernehmungen des Beschuldigten, in der Hauptverhandlung sowie auch nach der Hauptverhandlung wahrnehmen. Hierzu zähen insbesondere das Recht auf Akteneinsicht sowie umfassende Anwesenheitsrechte in der Hauptverhandlung. Das jederzeitige Recht zur Akteneinsicht hält Sie über das Verhalten des Beschuldigten auf dem Laufenden; insbesondere erfahren Sie so, ob er geständig ist bzw., auf welche Weise er sich verteidigt. Trotzdem Sie also auch als Zeuge in dem Verfahren gehört werden müssen, können sie dem Verfahren auch bereits vor Ihrer Zeugenaussage vollumfänglich beiwohnen. Darüber hinaus ist Ihre Anwesenheit bei richterlichen Vernehmungen bzw. in Haftprüfungsterminen des Beschuldigten möglich.

Mittels umfangreichen Antragsrechten (Beweisanträge auf Zeugenvernehmung sowie Einholung von Sachverständigengutachten; Befangenheitsanträge gegenüber Richter und Sachverständigen; Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit, Antrag auf Ausschluss des Angeklagten) sowie Erklärungsrechte, Beanstandungsrechte betreffend unzulässiger Fragen der Verfahrensbeteiligten sowie Anordnungen des Gerichts, und Fragerechte (auf Zeugenbefragung, Täterbefragung, Sachverständigenbefragung) gestalten Sie als Nebenkläger den Prozess aktiv mit.

Weiterhin kann ich für Sie ein Plädoyer zu halten sowie gegen ein freisprechendes Urteil ein Rechtsmittel einzulegen sowie auf eine spätere Sicherungsverwahrung des Täters hinwirken.

Ein weiterer Vorteil der Nebenklage ist das sog. Adhäsionsverfahren. Denn im Adhäsionsverfahren zur Nebenklage können wir Schmerzensgeldansprüche für Sie geltend machen. Diese können eigentlich nur bei den Zivilgerichten eingeklagt werden. Hingegen können sie im Rahmen der Nebenklage geltend gemacht werden, was Ihnen den zusätzlichen Weg zu den Zivilgerichten somit erspart.