Tatbestandsmerkmal „Unerlaubt“

Unerlaubter Anbau oder Herstellung von Betäubungsmitteln; unerlaubtes Handeltreiben mit BtM, unerlaubter Besitz von BtM, Besitz, unerlaubtes Handeltreiben, Herstellung, Abgabe von BtM in nicht geringer Menge; unerlaubtes gewerbsmäßiges Handeltreiben, unerlaubter gewerbsmäßiger Anbau von BtM, unerlaubter Handel mit BtM als Teil einer Bande – sämtliche Tatbestände weisen den Begriff „unerlaubt“ auf. Dies, weil sämtlichen dieser Tatbestände gemein ist, dass sie nur dann vorliegen, wenn die erforderliche Erlaubnis zum Verkehr mit Betäubungsmitteln Tatbestandsmerkmal fehlt.
Der Umgang mit BtM bzw. Drogen ist also nur dann illegal, wenn keine Erlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vorliegt, obwohl es einer Erlaubnis bedurft hätte.
§ 3 I BtMG nennt die erlaubnispflichtigen Verkehrsarten abschließend.
Einer Erlaubnis nach § 3 BtMG bedarf nicht, wer in Anlage III bezeichnete Betäubungsmittel auf Grund ärztlicher, zahnärztlicher oder tierärztlicher Verschreibung erwirbt, siehe § 4 I Nr. 3a BtMG.
Alle illegalen bzw. erlaubnispflichtigen BtM ergeben sich aus den Anlagen zum BtMG; I-III zu § 1 Abs. 1 BtMG. Die dortige Auflistung ist abschließend. Ist ein Stoff dort nicht enthalten, entfällt grundsätzlich eine Strafbarkeit nach dem BtMG bzw. eine Erlaubnispflichtigkeit des jeweiligen BtM.