Nicht geringe Menge, normale Menge, geringe Menge von BtM

„nicht geringe Menge“; „normale Menge“ und „geringe Menge von BtM“ sind maßgebliche Begriffe, die bestimmen, welcher Strafrahmen des BtMG jeweils zur Anwendung kommt.
Zur Bestimmung der nicht geringen Menge; normalen Menge bzw. geringen Menge von BtM kommt es nicht auf die jeweils absolute Menge des BtM an, da diese auch sog. Streckstoffe in unterschiedlicher Höhe enthalten kann. Vielmehr richtet sich der Begriff der nicht geringen Menge; normalen Menge bzw. geringen Menge von BtM nach der Menge des Wirkstoffgehalts, d.h. der psychotrop wirkenden Substanz des jeweiligen Betäubungsmittels. Der BGH hat die jeweils nicht geringe Menge eines BtM mittels sog. Konsumeinheiten sowie des jeweiligen Wirkstoffgehalts bestimmt. Dies, indem ein Vielfaches des zum Erreichen eines Rauschzustandes erforderlichen jeweiligen Wirkstoffs (=Konsumeinheit) für das jeweilige Betäubungsmittel festgesetzt wird. Zugleich werden dabei die die jeweiligen Grenzwerte für die verschiedenen Betäubungsmittel unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Wirkungsintensität in einem angemessenen Verhältnis zueinander definiert.
Anknüpfungspunkte für eine Schätzung des Wirkstoffgehalts sind der bezahlte Einkaufspreis bzw. der erzielte Verkaufserlös (pro Gramm); sowie der Umstand, dass die jeweiligen Erwerber die Qualität des BtM nicht beanstandet haben (BGH, Beschluss vom 24.01.2001 – 3 StR 562/00 – ).