Amphetamin-Nachweisfehler

Amphetamin, Speed, „Arbeiterkoks“ „Crank“, „Crystal“, „Free Base Speed“, „Ice“, „Line“, „Pep“

Die meisten Amphetamine sind illegal; Ausnahme bilden diejenigen im Anhang 3 des BtMG, die unter das Arzneimittelgesetz (AMG) fallen.

Amphetamin ist pulverförmig oder in Tabletten gepresst. In Pulverform wird Amphetamin durch ein dünnes Papierröhrchen gesnieft; alternativ in Wasser aufgelöst und intravenös gespritzt.

Die „Anfangswirkungen“ von Amphetamin klingt verlockend – Amphetamin setzt Noradrenalin frei, daher wirkt es für Stunden antriebssteigernd und unterdrückt Müdigkeit.

 

Amphetamin und Nachweiszeit
Binnen 3 – 4 Tagen ist Amphetamin überwiegend ausgeschieden; bei gleichzeitigem Konsum von Getränken mit hohem ph-Wert und Ascorbinsäure schneller.

 

Nachweisfehler bei Amphetamin
Überraschende Ansätze bei Vorladung und Anklage wegen Besitz, und Handel mit Amphetamin haben wir dann, wenn wir den Ermittlungsbehörden Nachweisfehler bei der Entnahme von Blut- und Urinproben wie u.a. aufgrund falscher Lagerung der Blut-und Urinproben nachweisen können. Lagern Urinproben sehr lange, ergeben sich bei Amphetamin oft falsche Befunde infolge von Fäulnis. Umgekehrt können Probegefäße bei zu langer Lagerung vorhandenes Amphetamin resorbieren.

 

Amphetamin und nicht geringe Menge
Bei Amphetamin liegt die „nicht geringe Menge“ bei 10 g Amphetaminbase, was 200 Konsumeinheiten (KE) entspricht