Jugendstrafvollzug

 

Befindet sich Ihr Kind im Jugendstrafvollzug? Suchen Sie einen kompetenten Anwalt und Verteidiger, der Ihren Sohn oder Ihre Tochter durch diese schwierige Phase vertrauensvoll begleitet? Gerne und aus Überzeugung übernehme ich diese Aufgabe bundesweit, insbesondere in den Jugendvollzugsanstalten Wittlich, Worms, Schifferstadt, Zweibrücken, Adelsheim und Müllheim.

Denn leider sind hier viel zu viele Jugendliche auf sich alleine gestellt. Dies ist fatal – denn über den Sinn und Unsinn des Strafvollzugs für Jugendliche lässt sich geteilter Auffassung sein. Und viel zu häufig zeigt die Erfahrung, dass in den Jugendstrafanstalten dem eigentlichen Grundgedanken des Jugendstrafrechts – dem Erziehungsgedanken und der Förderung eines verantwortlichen Lebens nach dem Vollzug nicht Rechnung getragen wird.

Vielmehr ist der Jugendstrafvollzug gekennzeichnet von ethnischer Vielfalt, übermäßiger Aggressivität, geringe schulische Qualifikation, sexuellem Missbrauch und Drogenkonsum.

Gleichzeitig und insbesondere dadurch ist die Rückfallquote enorm.

 

Abhilfe und Perspektiven im Jugendstrafvollzug

Hier gilt es, gegenüber der Jugendstrafkammer zu erreichen, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter in den offenen Vollzug zu verlegen ist; oder, dass ihm bzw. ihr zumindest hilfsweise Lockerung des Vollzuges zu gestatten sind –etwa, um die Anstalt ohne bewaffnete Ausführung für den Schulbesuch zu verlassen; ein Gymnasium zu besuchen, oder seine bzw. ihre Wohngruppe ist auf eine Höchstzahl von Personen zu begrenzen. Denn oftmals sind die von der Anstalt getroffenen Anordnungen im Vollzugsplan und den sog. „Behandlungsplänen“ verfassungswidrig.

Zwischenzeitlich und in Umsetzung des wegweisenden Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 31.5.2006 wurde die Norm des § 92 JGG – Rechtsbehelfe im Vollzug- (bitte verlinken auf den Gesetzestext) eingeführt.

Demnach kann „ (1) Gegen eine Maßnahme zur Regelung einzelner Angelegenheiten auf dem Gebiet des Jugendarrestes, der Jugendstrafe und der Maßregeln der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt (§ 61 Nr. 1 und 2 des Strafgesetzbuches) oder in der Sicherungsverwahrung“ gerichtliche Entscheidung – bei der Jugendkammer, in deren Bezirk die beteiligte Vollzugsbehörde ihren Sitz hat – beantragt werden.

Häufig sind leider etliche Richter in den Jugendstrafkammern auf der „Seite“ der Vollzugsanstalt – sei es auch aus Überforderung oder schlichtweg Unerfahrenheit heraus.

Hier gilt es für mich als Verteidiger, das Gespräch mit dem Vorsitzenden der Jugendstrafkammer und nach Möglichkeit auch dem jeweiligen Anstaltsleiter das Gespräch, den Dialog zu suchen, um für Ihr Kind bessere und angemessenere Vollzugsbedingungen zu erreichen.

Gleichzeitig gilt es, für Ihr Kind eine angemessene Entlassungsvorbereitung zu gewährleisten; ferner Nachbegleitung bei Haftentlassung auf Bewährung durch gute Kontakte zur Bewährungshilfe bzw. – bei Entlassung nach Verbüßung der Endstrafe- in Kooperation mit der freien Straffälligenhilfe.