Approbationsrecht

Sie sind ausländischer Arzt oder Zahnarzt und wünschen die Anerkennung Ihrer ausländischen Approbation in der Bundesrepublik? Gerne begleite ich Sie durch das Verfahren vor der Approbationsbehörde. Denn zumeist gestaltet sich dieses langwierig; insbesondere dann, wenn Sie Ihr Medizinstudium außerhalb der EU absolviert haben. Denn dann verlangt die Approbationsbehörde als Voraussetzung für die Erteilung der deutschen Approbation den Nachweis darüber, dass Ihr Studium dem deutschen Studium gleichwertig ist; mithin in Ihrem Medizinstudium keine wesentlichen Unterschiede zum deutschen Medizinstudium liegen. Voraussetzung der Gleichwertigkeit ist, dass Ihr Medizinstudium nicht mehr als 12 Monate unterschreitet; ferner, dass die von Ihnen absolvierten Ausbildungsfächer den Ausbildungsfächern des deutschen Studienplans im Wesentlichen gleichen. Die Gleichwertigkeit ist gegenüber der Approbationsbehörde durch das Einreichen etlicher Unterlagen über Ihr Studium nachzuweisen. Sodann entscheidet ein Gutachter, etwa ein Präsident einer Ärztekammer, über die Frage der Gleichwertigkeit. Gegen eine negative Entscheidung der Approbationsbehörde haben wir die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Etwaige Defizite lassen sich über entsprechende in der Bundesrepublik erbrachte Praxisnachweise hier etwa noch ausgleichen.

 

Alternative: Kenntnisstandprüfung

 

Alternativ zur positiven Gleichwertigkeitsprüfung haben Sie die Möglichkeit, eine sog. Kenntnisprüfung ablegen, was in etwa dem deutschen Examen entspricht.

Rechtliche Aspekte zum Approbationsgesetzt (Entziehung, Wiedererteilung, Nichterteilung):

 

Ruhen oder Entziehung der Approbation

 

Auf Grundlage § 5 BÄo muss oder kann eine Approbation widerrufen oder auch entzogen werden, wenn die Voraussetzungen zum Erhalt derselben nicht mehr vorliegen, oder wenn offenkundig wird, dass diese bereits beim Erteilen der Approbation nicht vorgelegen haben. Die Approbation muss beispielsweise entzogen werden, wenn der Arzt der Ausübung seines Berufes unwürdig oder in der Ausübung unzuverlässig geworden ist. Ferner muss die Approbation entzogen werden, wenn die Anforderungen an die medizinische Ausbildung nicht erfüllt wurden. Entzogen werden kann die Approbation wenn die sonstigen Anforderungen zur Erteilung nicht erfüllt wurden oder wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt werden.

 

Widerspruch und Klage

 

Gegen das Entziehen der Approbation kann im ersten Schritt Widerspruch eingelegt werden. Bleibt dies erfolglos, so besteht die Möglichkeit der Klage vor dem Verwaltungsgericht.

 

Neubeantragung der Approbation

 

Wer bereits Inhaber einer Approbation war kann gem. § 8 BÄO die Neuerteilung beantragen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen für die Erteilung vorliegen. Seitens der Behörden kann dann eine direkte Neuerteilung oder auch eine temporäre Erlaubnis zur Ausübung des Arztberufes (Berufserlaubnis) für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren erteilt werden.