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Rechtschutzversicherung und Pflichtverteidigung

Rechtschutzversicherung im Strafrecht ?

Leider treten Rechtschutzversicherungen in Strafsachen dann nicht ein, wenn die vorsätzliche Begehung einer Straftat im Raum steht.

Je nach Versicherungsvertrag kommen die Rechtschutzversicherungen indes dann für die Anwalts- und Gerichtskosten dann auf, wenn Ihnen lediglich die fahrlässige Begehung einer Straftat vorgeworfen wird. Zudem übernehmen viele Rechtschutzversicherungen zur Abwendung von Untersuchungshaft die Kosten für eine Kaution in der Regel in Höhe bis € 50.000,00.

Pflichtverteidiger und „notwendiger Verteidiger“

 

Sofern Sie sich in Untersuchungshaft befinden, wenn Ihnen ein Berufsverbot droht, ein Verbrechen zur Last gelegt wird und/oder Sie bei Begehung der Tat noch unter Bewährung stehen und Ihnen sonach ein Bewährungswiderruf droht, haben Sie rechtlich einen Anspruch auf die Beiordnung eines „Pflichtverteidigers“, d.h., eines notwendigen Verteidigers.

Treffen all diese Voraussetzungen indes nicht zu, ermittelt indes die Staatsanwaltschaft noch, und hat sie noch nicht Anklage erhoben, ordnet Ihnen der Staat hingegen keinen Pflichtverteidiger bei.
Vielmehr stellt er sich auf den Standpunkt, dass der Beschuldigte in derartigen Fällen sodann überhaupt keines Verteidigers bedarf.

Eine trügerische Sichtweise – denn gerade hier lassen sich ein gerichtliches Verfahren und die damit zumeist verbundenen, für das Führungszeugnis relevanten, Vorstrafen durch frühzeitige engagierte Verteidigerarbeit im Ermittlungsverfahren vermeiden.

Der größte Nachteil der Pflichtverteidigung besteht also darin, dass die Gerichte den Pflichtverteidiger in derartigen Fällen regelmäßig zu spät bestellen; nämlich erst dann, wenn seitens der Staatsanwaltschaft Verdachtsmomente bereits dergestalt zusammengetragen sind, dass eine spätere und zugleich erhebliche Verurteilung wahrscheinlich ist.

Die Ansammlung derartiger Verdachtsmomente gilt es jedoch gerade zu verhindern, so dass die Pflichtverteidigung leider nur selten eine wirkliche Alternative darstellt.

Hinzu kommt: „Pflichtverteidigung“ ist kein Geschenk des Staates! Zudem kommt es bei der Pflichtverteidigung, anders als bei der Prozesskostenhilfe im Zivilrecht, nicht auf Ihre Vermögensverhältnisse an. Vielmehr handelt es sich hier um weit verbreitete Missverständnisse. Zwar tritt der Staat mit den Verteidigerkosten in Vorleistung. Allerdings wird er in der Folgezeit immer wieder bestrebt sein, sich die auf diese Weise für Sie verauslagten Kosten bei Ihnen zurück zu holen.