Anbau, Herstellung, Besitz, Handel, Abgabe, Erwerb, Einfuhr und Ausfuhr von BtM

Die Vorwürfe Unerlaubter Anbau oder Herstellung von Betäubungsmitteln (BtM), 29 Abs. 1 Nr. 1 BtMG; Handeltreiben mit BtM, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe von BtM, § 29 Abs.1 Nr. 1, 3. ff. BtMG, Besitz von Betäubungsmitteln, § 29 Absatz 1 Nr. 3 BtMG, Besitz, Handeltreiben, Herstellung, Abgabe von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge; 29a Absatz 1 Nr. 2 BtMG, gewerbsmäßiges Handeltreiben, gewerbsmäßiger Anbau von BtM, §§ 29 Absatz 1 Nr.1 , Absatz 3 Nr. 1 BtmG, Handel u.a. mit BtM als Teil einer Bande, § 30a Abss 1 BtMG, bilden den sog. Kernbereich des BtmG (Betäubungsmittelgesetz.
Das BtMG normiert sämtliche Straftatbestände, die sich mit BtM befassen, abschließend (§ 29 – § 30b BtMG).
Dabei beinhaltet § 29 BtMG als Vergehen die sog. Grundtatbestände mit einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe; und § 29 III Nr. 1 + 2 BtMG die sog. besonders schweren Fälle. Hier beträgt die Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Sog. besonders schwere Fälle sind Strafzumessungsregel mit sog. Regelbeispielen. Im Gegensatz zu den sog. Qualifikationen stellen sie rechtsdogmatisch Vergehen, nicht Verbrechen dar, obwohl ihre Mindestfreiheitsstrafe 1 Jahr beträgt.

§§ 29a – 30a BtMG indes sind dogmatisch Verbrechen; die Freiheitsstrafe beträgt mindestens 1 Jahr bis nicht unter 5 Jahren.